Überwachung mit MRT erweist sich in israelischer Studie nach bilateraler Mastektomie und Rekonstruktion als wenig hilfreich

  • Golan O & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 03.12.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Überwachung mittels MRT nach einer bilateralen Mastektomie und Rekonstruktion weist laut einer retrospektiven Kohortenstudie von Frauen mit Brustkrebs (BCa) oder Risiko für BCa eine niedrige Krebserkennungsrate (CDR) und hohe Rate von Falschpositiv-Befunden auf.

Warum das wichtig ist

  • Zwar wird eine MRT zur Überwachung bei dieser Population häufig durchgeführt, aber die Autoren stimmen mehreren Gesellschaften zu, die sich gegen die Praxis aussprechen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie (n = 159 Frauen mit BCa oder mit Risiko für BCa; n = 415 Überwachungs-MRTs) von konsekutiven MRT-Untersuchungen nach einer bilateralen Mastektomie (wegen jeder Indikation) und Rekonstruktion (2010–2018).
  • Die Interpretation der MRT-Aufnahme basierte auf den Kategorien des American College of Radiology Breast Imaging Reporting and Data System (BI-RADS).
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 90 % der Überwachungs-MRTs wurden bei Frauen mit Implantat-basierter Rekonstruktion durchgeführt.
  • 405/415 Überwachungs-MRTs waren negativ (BI-RADS-Kategorie 1 oder 2; CDR: 2,4 pro 1.000 Überwachungs-MRTs; 95 %-KI: 0,4–13 pro 1.000).
  • 1 Brustrezidiv wurde gefunden, aber die Frau wurde gleichzeitig mit metastatischem BCa diagnostiziert.
  • Die Rate von Falschpositiv-Befunden lag bei 90 % (95 %-KI: 54 %–99 %), basierend auf den BI-RADS-Kategorien 0, 3, 4 oder 5, mit einer nachfolgenden Bildaufnahme oder histologischen Diagnose eines gutartigen Befunds.
  • Ein falschnegativer MRT-Befund wurde bei 3 Frauen mit Lokalrezidiv (Intervall-Krebsrate: 5 pro 1.000; 95 %-KI: 1,3–17) festgestellt.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design als Beobachtungsstudie.
  • Monozentrische Studie.