Überlebende von Lymphom: Studie hebt Bedeutung der Nachbeobachtung auf späte unerwünschte Ereignisse hervor

  • Simensen VC & al.
  • Acta Oncol
  • 09.07.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Unter erwachsenen Überlebenden eines Lymphoms, die eine hochdosierte Therapie mit autologer Stammzellentherapie (HD-ASZT) erhalten hatten, können besonders Patienten höheren Alters und schlechterer, psychisch bedingter gesundheitsbezogener Lebensqualität (QoL) von einer Aufklärung im Rahmen einer Nachbeobachtung über spätere behandlungsassoziierte Nebenwirkungen (UE) im Anschluss an die Behandlung profitieren.

Warum das wichtig ist

  • Das Wissen über die Behandlung und den damit verbundenen Risiken kann Patienten bei der Bewältigung der psychischen Belastung helfen.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der Kenntnisse von Überlebenden über ihre Diagnose, Behandlung und möglichen später auftretenden UE nach einer HD-ASZT, median 12 Jahren nach Primärdiagnose.
  • 269 Überlebende wurden aus einer norwegischen landesweiten Studie rekrutiert.
  • Medianes Alter von 56 Jahren (Bereich: 24–77) zum Zeitpunkt der Befragung.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 90 % waren sich der späteren Nebenwirkungen bewusst: 62 % wurden vor einer HD-ASZT darüber aufgeklärt und 79 % im Anschluss daran.
  • 35 % der Überlebenden gaben an, auf späte UE hin nachbeobachtet worden zu sein.
  • In einer multivariablen Analyse wurden folgende, mit höherem Wissen über späte UE assoziierte Faktoren berücksichtigt:
    • Niedrigeres Alter bei der Diagnose: B-Koeffizient: -0,02 (95 %-KI, -0,04 bis -0,01); p = 0,002.
    • Höhere mentale, gesundheitsbezogene QoL: B-Koeffizient: -0,03 (95 %-KI, 0,01–0,05); p = 0,002.
    • Erhalt einer Nachbeobachtung auf späte UE: B-Koeffizient: 0,85 (95 %-KI, 0,49–1,22); p 
    • Erfahrungen mit späten UE: B-Koeffizient: 0,31 (95 %-KI, 0,16–0,46); p 

Einschränkungen

  • Daten beruhen auf Angaben der Patienten.