Über 300 Kinder und Jugendliche sterben jeden Tag an den Folgen von AIDS


  • Heather Mason
  • Medical News
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Eine von der UNICEF veröffentlichte globale Momentaufnahme zu Kindern, HIV und AIDS ergab große regionale Unterschiede.

Eine limitierter Zugang zu antiretroviralen Therapien und begrenzte Präventionsmaßnahmen sind Hauptursachen für AIDS-Todesfälle bei 0-14-Jährigen.

"Die Welt steht vor großen Erfolgen im Kampf gegen HIV und AIDS, aber wir dürfen uns nicht auf den Erfolgen ausruhen", sagte UNICEF-Executive Director Henrietta Fore. "Das Vernachlässigen von Test- und Behandlungsinitiativen für Kinder und Jugendliche ist eine Frage von Leben und Tod; wir müssen uns für das Leben entscheiden.“

Der Zugang zu antiretroviraler Therapie bei Kindern ist in Südasien am höchsten (91%) und in West- und Zentralafrika am niedrigsten (28%). Der Zugang von Müttern zur antiretroviralen Therapie, mit der die Übertragung des Virus auf ihre Babys verhindert wird, ist weltweit auf 82% gestiegen, ein Anstieg von 44% innerhalb von nicht einmal 10 Jahren. Im Nahen Osten und in Nordafrika sind es jedoch nur noch 53%.

  • Rund 160.000 maximal 9-Jährige wurden im Jahr 2018 neu mit HIV infiziert.
  • 89.000 Kinder unter 5 Jahren wurden während der Schwangerschaft oder bei der Geburt infiziert, 76.000 während des Stillens.
  • 140.000 jugendliche Mädchen  und 50.000 Jungen wurden neu infiziert.

UNICEF fordert die Regierungen und Partner auf, die HIV-Diagnostik und -Therapie bei Kindern und Jugendlichen zu verbessern und Maßnahmen zu finanzieren und zu realisieren, damit die diagnostischen und therapeutischen Lücken geschlossen werden. HIV-Initiativen müssten vollständig finanziert und ausgestattet sein, um die Lebensqualität von Kindern zu erhalten und zu schützen.