Typ-2-Diabetes und Krebsrisiko: Praxisdaten


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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In einer neuen Studie wurde bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) ein signifikant erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen festgestellt, sodass die Studienautoren empfehlen, bei Patienten mit T2D Strategien für krebsspezifische Vorsorgeuntersuchungen und Prävention in der klinischen Praxis einzuführen. 

Forscher untersuchten Daten von 410.191 Patienten mit T2D aus der Shanghai-Hospital-Link-Datenbank in China, die von Juli 2013 bis Dezember 2016 identifiziert und bezüglich der Krebsinzidenz bis Dezember 2017 weiterbeobachtet wurden.

Insgesamt wurden 8.485 Fälle von Krebs ermittelt. Die wissenschaftliche Untersuchung ergab, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei Männern und Frauen mit Diabetes um 34 % bzw. 62 % höher war als jeweils in der Allgemeinbevölkerung.

Bei Männern war das Risiko für Krebserkrankungen der Prostata, Haut, Schilddrüse, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge, des Kolorektums und Magens sowie für Leukämie und Lymphome signifikant erhöht, während es eine Abnahme des Risikos für Speiseröhrenkrebs gab.

Bei Frauen gab es ein signifikant höheres Risiko für Lymphome, Leukämie und Krebserkrankungen des Nasenrachenraums, der Leber, Speiseröhre, Schilddrüse, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter, des Kolorektums, der Brust, des Gebärmutterhalses und Magens, sowie ein verringertes Risiko für Gallenblasenkrebs. 

Wie die Autoren im Journal of Diabetes schreiben, werden zukünftige Studien benötigt, um die Auswirkungen von T2D von denen der üblichen Risikofaktoren zu unterscheiden.