TSH-Suppression bei DTC mit intermediärem/hohem Risiko unter Umständen ohne Nutzen

  • Klubo-Gwiezdzinska J & al.
  • JAMA Netw Open
  • 01.02.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Analyse einer multizentrischen Datenbank spricht dafür, dass eine Suppression von Thyreotropin/Thyreoidea-stimulierendem Hormon (TSH) bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom (DTC) mit intermediärem oder hohem Risiko nicht mit einem verbesserten progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert ist.

Warum das wichtig ist

  • Es gibt widersprüchliche Daten zum Zusammenhang zwischen einer TSH-Suppression und den Patientenergebnissen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 33,8 % der Patienten erlitten eine Krankheitsprogression und 3,9 % verstarben.
  • Eine TSH-Suppression war nicht signifikant mit dem PFS von 1,5 Jahren (p = 0,41), 3 Jahren (p = 0,51) oder 5 Jahren (p = 0,64) assoziiert.
  • Eine TSH-Suppression war nicht signifikant mit dem Gesamtüberleben (OS) von 1,5 Jahren (p = 0,69) oder 5 Jahren (p = 0,52) assoziiert.
  • Nichtsupprimiertes TSH war mit einem längeren OS von 3 Jahren assoziiert (moderate/niedrig-normale Suppression vs. Suppression [HR: 0,10; p = 0,03]; niedrig-normale/erhöhte Suppression vs. Suppression [HR: 0,10; p = 0,03]).

Studiendesign

  • 867 Patienten mit DTC mit intermediärem oder hohem Risiko, die mit einer totalen Thyreoidektomie und radioaktivem Jod sowie mit einer Levothyroxin-Behandlung für die TSH-Suppression behandelt worden waren, wurden hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen TSH-Suppression und dem PFS analysiert.
  • Finanzierung: NIH.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.