Trastuzumab-Emtansin plus Neratinib ist vielversprechend bei metastasiertem, humanem epidermalem Wachstumsfaktorrezeptor 2-positivem Brustkrebs

  • Abraham J & al.
  • J Clin Oncol
  • 23.08.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Neratinib plus Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) erwies sich in einer Dosisfindungsstudie der Phase Ib als sicher und mit vielversprechender Wirksamkeit für Patientinnen mit metastasiertem HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-positivem Brustkrebs, der unter einer dualen Antikörpertherapie mit Trastuzumab plus Pertuzumab fortgeschritten war.
  • Als optimale Dosis für Neratinib wurden 160 mg/Tag festgelegt.

Warum das wichtig ist

  • Resistenz tritt in der Regel mit einer dualen Antikörpertherapie auf, aber der Mechanismus ist schlecht erforscht.
  • Die Ergebnisse rechtfertigen eine Fortsetzung in einer Studie der Phase II mit 160 mg/Tag Neratinib plus T-DM1.

Studiendesign

  • NSABP FB-10, eine 3 + 3-Dosiseskalationsstudie an 27 Patientinnen, denen T-DM1 (3,6 mg/kg intravenös alle 3 Wochen) und Neratinib oral in ansteigender Dosis (120, 160, 200 und 240 mg/Tag) verabreicht wurde.
  • Finanzierung: PUMA Biotechnology.

Wesentliche Ergebnisse

  • Zyklus 1:
    • Dosislimitierende Toxizitäten waren Diarrhö mit Schweregrad 3 (n = 6) sowie Übelkeit mit Schweregrad 3 (n = 1).
  • Alle Zyklen
    • Die häufigsten Toxizitäten mit Schweregrad 3–4 waren Diarrhö (22 %), Übelkeit (11 %), Dehydratation (11 %), Elektrolytanomalie (19 %), Thrombozytopenie (15 %), erhöhte Transaminase-Werte (7 %) und Ermüdung (7 %).
    • Keine Diarrhö mit Schweregrad 4; keine Toxizitäten mit Schweregrad 5.
  • Zu einem kompletten Ansprechen kam es bei 3 Patientinnen während 364, 510 bzw. 969 Tagen; ein bestätigtes partielles Ansprechen lag bei 9 Patientinnen vor.
  • Mögliche Resistenzmechanismen gegenüber einer früheren dualen Antikörpertherapie können der Verlust von HER2-Rezeptoren und eine hohe Expression von p95HER2 an der Zelloberfläche zum Studienbeginn sein.

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobe.
  • Offenes Design.