Todesfälle beim Triathlon: besonders über 60-jährige Männer gefährdet


  • Thomas Kron
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Todesfälle und Herzstillstände sind beim Triathlon nicht selten. Die meisten dieser Zwischenfälle sind beim Schwimmen aufgetreten. Betroffen sind vor allem ältere Männer gewesen. 

Hauptergebnisse

Insgesamt gab es 135 plötzliche Todesfälle, Herzstillstände mit erfolgreicher Reanimation sowie traumatische Todesfälle. Das Durchschnittsalter der Betroffenen war knapp 47 Jahre, 85 Prozent waren Männer. Die meisten plötzlichen Todesfälle und Herzstillstände traten während des Schwimmens auf, nämlich 90, beim Radwettbewerb waren es 7, beim Laufen 15 und 8 in der Erholungsphase unmittelbar nach dem Triathlon. Während des Radwettkampfes gab es 15 traumatisch bedingte Todesfälle.

Die relative Rate der Todesfälle und Herzstillstände betrug bei insgesamt 4 776 443 Teilnehmern 1,74 auf 100 000 (Männer 2,40 und Frauen 0,74). Bei den Männern stieg diese Rate mit zunehmendem Alter. Bei den mindestens 60-jährigen Athleten betrug sie 18,6 (auf 100 000). 

Autopsien ergaben bei 27 von 61 gestorbenen Sportlern (44 Prozent) eine relevante kardiovaskuläre Erkrankung, meist eine KHK oder eine Kardiomyopathie.

Design

Auswertung von US-Register-Daten zum plötzlichen Herztod und der Protokolle von Triathlon-Veranstaltungen in den USA. Zeitraum: 1985 bis 2016. Finanzierung: Minneapolis Heart Institute Foundation.

Klinische Bedeutung

Die Ergebnisse bekräftigen Empfehlungen, dass Sportler, insbesondere ältere, sich relativ regelmäßug sportärztlich untersuchen lassen sollten, etwa nach längeren Sportpausen und auch dann, wenn subjektiv keine Symptome vorliegen, zum Beispiel Brustschmerzen bei Belastung.