Thrombolyse sicher bei Schlaganfallpatienten mit Demenz


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Schlaganfallpatienten mit Demenz, die mit intravenöser Thrombolyse (IVT) behandelt werden, unterliegen keinem höheren Risiko für Gehirnblutungen oder Tod als andere Patienten, die dieselbe Behandlung erhalten.

So lauten die Ergebnisse einer neuen, in Neurology veröffentlichten Studie, die den Zugang zu IVT bei akutem ischämischem Schlaganfall (AIS) und dessen Ergebnisse bei Patienten mit und ohne Demenz verglich.

Wissenschaftler untersuchten Daten von 1.356 Patienten mit vorbestehender Demenz, die zwischen 2010 und 2014 einen AIS hatten, sowie 6.755 passend abgestimmten Patienten ohne Demenz. Sie fanden heraus, dass bei Personen unter einem Alter von 80 mit Demenz und Schlaganfall nicht so oft eine IVT durchgeführt wurde wie bei Patienten mit Schlaganfall, aber ohne Demenz. Bei Demenzpatienten über 80, die einen Schlaganfall erlitten, wurde eine Thrombolyse aber genauso oft wie bei Nichtdemenz-Patienten mit Schlaganfall durchgeführt.

Bei den Patienten mit erhaltener Thrombolyse gab es keine Unterschiede in Bezug auf symptomatische intrazerebrale Blutung oder Tod, doch Patienten mit Demenz zeigten nach drei Monaten eine schlechtere Anpassung und funktionelle Ergebnisse.

„Unsere Studie zeigt an, dass die Thrombolysebehandlung bei Demenzpatienten ebenso sicher wie bei anderen Patienten mit demselben körperlichen Zustand ist und das Risiko für Behandlungskomplikationen nicht höher ist“, sagte Professor Maria Eriksdotter. „IVT-Behandlungen können bei Schlaganfallpatienten mit Demenz folglich in Betracht gezogen werden.“