Terminservicestellen statt Jameda

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Berlin (pag) – Dr. Dirk Heinrich will die Terminservicestellen als Konkurrenz zu Termin- und Bewertungsportalen etablieren. Der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes sieht in solchen Plattformen ein großes Problem für die niedergelassenen Mediziner, sagt er bei der jüngsten Bundeshauptversammlung seiner Organisation in Berlin.

 

Die Gefahr durch Bewertungs- und Terminportale habe man unterschätzt, räumt Heinrich ein. Es sei ein Fehler gewesen, Jameda und Doctolib die Termine zu geben. „Wir haben es noch bezahlt. Wir haben unseren Untergang selbst finanziert“, bemängelt er. Und Gesundheits-Apps wie Ada übernähmen die Vermittlung zum Mediziner und könnten in Zukunft eventuell sogar auf die elektronische Patientenakte zugreifen – wenn der Patient seine Zustimmung gibt. Für den Bundesvorsitzenden des NAV-Virchow-Bundes ist das ein Horrorszenario. Er warnt: „Wenn wir die Hoheit über unsere Termine abgeben, dann wird mit uns verfahren.“

Heinrich zufolge müssten die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen mit solchen Plattformen konkurrieren. Dort sollten Mediziner ihre Termine bekanntgeben, fordert er und glaubt: „Wenn das alle machen, gehen Jameda und Doctolib vom Markt.“ Und das Schöne sei, dass die KV den Ärzten gehöre. „Wir sind die KV. Wir bestimmen in der KV.“