T-Killerzellen könnten eine Lösung zur Entwicklung eines universellen Grippeimpfstoffs liefern

  • Koutsakos M, et al.
  • Nature Immunology
  • 18.02.2019

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Aus einer bahnbrechenden Forschungsarbeit, die in Nature Immunology veröffentlicht wurde, geht hervor, dass T-Killerzellen sämtliche Influenzaviren bekämpfen können, woraus das Potenzial für die Entwicklung der weltweit ersten universellen Grippeimpfung mit einer einzigen Injektion entsteht.

Das gemeinschaftliche internationale Forschungsteam untersuchte das Spektrum der Kreuzerkennung von CD8+-T-Zellen und lieferte Nachweise einer Kreuzreaktivität zwischen CD8+-T-Zellen und Stämmen des A-, B- und C-Influenzavirus (IAV, IBV, ICV).

Mithilfe von Massenspektrometrie identifizierten sie immundominante CD8+-T-Zell-Epitope von IBV-Stämmen, die bei Mäusen schützend wirkten, und sie fanden Gedächtnis-CD8+-T-Zellen gegen universelle und für bestimmte Influenzavirentypen spezifische Epitope im Blut und in der Lunge von gesunden Menschen. Die CD8+-T-Zellen aus der Lunge wiesen im Gewebe ansässige Gedächtnisphänotypen auf. Beachtenswert ist, dass CD38+Ki67+CD8+-Effektor-T-Zellen gegen neuartige Epitope in pädiatrischen und erwachsenen Probanden mit einer IAV- oder IBV-Infektion leicht zu erkennen waren.

Das Forschungsteam versuchte daraufhin, robuste Reaktionen gegen diese viralen Bestandteile in gesunden und mit Influenza infizierten Probanden zu finden. „Unsere Immunisierungsstudien mit dem für die Aktivierung der T-Killerzellen verantwortlichen Peptid ergaben bemerkenswert niedrigere Werte in Bezug auf Grippeviren und Entzündungen in den Atemwegen“, sagte Studienautor Marios Koutsakos.

Die Forscher untersuchen nun die Immunität von ethnischen Gruppen mit hohem Risiko, wie etwa unter den Ureinwohnern Australiens und Alaskas, die möglicherweise nicht dieselbe Immunreaktion aufweisen wie die in dieser Studie untersuchten Gruppen.