Substanzgebrauch: Patienten sollten unbedingt nach Suchtreizen und Suchtdruck gefragt werden

  • Vafaie N & al.
  • JAMA Psychiatry

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Jede Einheit, um die die Indikatoren für Suchtreiz und Suchtdruck zunahmen, war mit einer mehr als doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit für den Gebrauch von Substanzen oder für einen Rückfall assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Suchtreize und den Suchtdruck zu identifizieren und sich damit zu befassen kann die Abstinenz verbessern, insbesondere bei bestimmten Substanzgebrauchsstörungen und bei bestimmten Patienten.

Wesentliche Ergebnisse

  • Indikatoren für Suchtreize und den Suchtdruck prognostizierten den Gebrauch von Substanzen oder einen Rückfall (OR pro Einheit der Zunahme: 2,05; 95 %-KI: 1,94–2,15).
  • Die Assoziation blieb nach einer Trim-and-Fill-Analyse bestehen, war jedoch abgeschwächt (OR: 1,31; 95 %-KI: 1,25–1,38).
  • Suchtreiz-Arten mit den stärksten Assoziationen (OR; 95 %-KI):
    • Bilder (3,42; 2,50–4,66)
    • Reale Substanz / assoziierte Utensilien (2,59; 2,30–2,98)
    • Stress (2,11; 1,60–2,88)
  • Assoziation nach Substanztyp (OR; 95 %-KI):
    • Alkohol (2,47; 2,20–2,75)
    • Cannabis (3,54; 2,10–5,98)
    • Kokain (1,98; 1,60–2,44)
    • Nikotin (1,87; 1,70–2,02)
    • Opioide (1,91; 1,40–2,56)
    • Andere (Gebrauch mehrerer Substanzen, Methamphetamin usw.; 3,00; 2,30–3,98)
  • Assoziation nach Geschlecht (OR; 95 %-KI):
    • Weiblich (1,82; 1,50–2,22)
    • Männlich (2,61; 2,10–3,25)

Studiendesign

  • Metaanalyse von 237 prospektiven Studien mit 51.788 Teilnehmenden (21.216 mit bestätigter Substanzgebrauchsstörung)
  • 4 Arten von bewerteten Indikatoren:
    • Exposition gegenüber dem Suchtreiz
    • Stärke der körperlichen Reaktion auf den Suchtreiz
    • Suchtreiz-induzierter Suchtdruck
    • Suchtdruck laut Eigenangaben (ohne Exposition gegenüber Suchtreiz)
  • Hauptergebnis: Gebrauch von Substanzen oder Rückfall
  • Finanzierung: National Institute on Drug Abuse

Einschränkungen

  • Studien unterlagen Heterogenität.
  • Begrenzte Daten zu einigen Subgruppen- und Moderatoranalysen