Stündlich 30 TB-Neudiagnosen in der Region Europa


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Neue Daten der Weltgesundheitsorganisation und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten zeigen, dass Tuberkulose (TB), trotz einer allgemeinen Abnahme der Zahl der Erkrankungsfälle, weiterhin eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit in der Region Europa darstellt. 

Der Bericht, der Daten von 2017 beinhaltet, zeigt, dass 275.000 Erkrankungsfälle in der Region berichtet wurden, darunter geschätzte 77.000 Fälle von Rifampicin-resistenter und multiresistenter TB (RR/MDR-TB) unter den gemeldeten pulmonalen Fällen. 

Aus dem Bericht ist zu entnehmen, dass der Anteil von RR/MDR-TB von 17 % bei neuen und von 53 % bei vorbehandelten TB-Fällen in der Region signifikant über dem weltweiten Durchschnitt von 3,5 % bzw. 18 % liegt. 

„Wenn wir nicht schnell und entschlossen handeln, werden sich die arzneimittelresistenten Formen der Erkrankung in Europa weiter ausbreiten“, sagte Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Generaldirektorin für Europa. „Trotz der Herausforderungen und Gefahren, denen wir uns gegenübersehen, glaube ich, dass Europa absolut in der Lage ist, effektive Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wir verfügen über Wissenschaft und Technologie, qualifizierte Gesundheitsfachleute und Entschlossenheit auf hoher politischer Ebene, damit niemand außer Acht gelassen wird, und haben daher alles, was erforderlich ist, um der TB ein Ende zu setzen“, setzte Dr. Jakab hinzu.