Studie widerlegt Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Entstehung von Allergien bei Kindern

  • Swartz, et al.
  • EClinicalMedicine
  • 06.11.2018

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Laut einer in EClinicalMedicine, einer neuen Open-Access-Zeitschrift, die von The Lancet herausgegeben wird, veröffentlichten Studie besteht kein Zusammenhang zwischen Impfungen in der frühen Kindheit und einer darauffolgenden allergischen Sensibilisierung.

Die Forscher untersuchten die Entstehung von Allergien bei Kindern, die die empfohlenen Impfungen erhalten oder nicht erhalten hatten, in einer schwedischen Geburtenkohorte. Eine Gruppe stammte aus der anthroposophischen Gemeinschaft, in der restriktive Haltungen bezüglich Impfungen und eine sehr natürliche Lebensweise herrschen, und die anderen zwei Gruppen bestanden aus gleichaltrigen Kindern aus konventionelleren Elternhäusern.

Von 466 Kindern wurden ab der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren Impfdaten erfasst und Blutproben entnommen. Eine allergische Sensibilisierung wurde definiert als Allergen-spezifische Serum-IgE-Werte ≥ 0,35 kUA/l.

In einem um soziodemografische Daten und bekannte Allergie-Risikofaktoren bereinigten logistischen Regressionsmodell ergab sich ein Zusammenhang zwischen einer Impfung in höherem Alter oder der Verabreichung einer geringeren Anzahl von Impfstoffen mit einem geringeren Quotenverhältnis (OR) für eine allergische Sensibilisierung im ersten Lebensjahr. Nach der Bereinigung um die anthroposophische Lebensweise blieben jedoch keine statistisch signifikanten Zusammenhänge mehr bestehen.

Das bereinigte OR für eine allergische Sensibilisierung bei Kindern im Alter von fünf Jahren, die keine Impfungen erhalten hatten (n = 54), lag bei 0,98 (95 %-KI: 0,38–2,57).

„Unsere Studie ist wichtig, da sie der Behauptung widerspricht, der beobachtete Anstieg von Allergien bei Kindern sei auf Impfungen zurückzuführen“, meinte dazu der Studienleiter Dr. Johan Alm.