Studie weckt Zweifel an der zusätzlichen Gabe von Makrolid-Antibiotika bei Kleinkindern mit einer Pneumonie


  • Michael Simm
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften



Hauptergebnisse
  • 1019 der 1418 Kleinkinder erhielten eine Monotherapie mit einem ß-Laktam (71,9 %), 399 (28,1 %) bekamen eine Kombinationstherapie aus ß-Laktam und Makrolid-Antibiotikum.
  • Der Gruppenvergleich ergab median 55 Stunden Klinikaufenthalt für die Monotherapie, und 59 Stunden für die Kombinationstherapie; der Unterschied war nicht signifikant.
  • Die Analyse einer Kohorte von 560 Kindern unter Abgleichung (matching) demographischer, klinischer und radiographischer Variablen erbrachte ebenfalls keinen signifikanten Unterschied zwischen Mono- und Kombitherapie.
Design
  • Auswertung der Daten aus der multizentrischen, prospektiven, populationsbasierten „Etiology of Pneumonia in the Community“-Studie.
  • 1418 Kinder mit radiographisch bestätigter Pneumonie im medianen Alter von 27 Monaten aus drei Kliniken in Nashville, Tennessee.
  • Referenzgruppe: ß-Laktam-Monotherapie. Vergleichsgruppe: ß-Laktam plus orales oder parenterales Makrolid-Antibiotikum.
  • Primäres Studienziel war die Dauer des Klinikaufenthaltes, sekundäre Ziele Aufnahme in die Intensivstation, Rehospitalisierungen und Erholung im Selbstbericht beim Follow-Up.
  • Finanzierung: National Institute of Allergy and Infectious Diseases, National Institute of General Medical Sciences, Agency for Healthcare Research and Quality
Klinische Bedeutung