Studie stellt Zusammenhang zwischen Depressionssymptomen und medizinischen Fehlern fest


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Laut den Autoren einer neuen, diese Woche inJAMA Network Open veröffentlichten Studie besteht bei Ärzten mit positivem Befund für Depressionssymptome ein höheres Risiko für medizinische Fehler. 

Für die systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchten Forscher Daten von elf Studien, darunter sieben Längsschnittstudien und vier Querschnittstudien, um zu untersuchen, ob ärztliche Depressionssymptome mit medizinischen Fehlern in Zusammenhang standen. Die Studien umfassten insgesamt 21.517 Ärzte. 

Die Autoren fanden heraus, dass das allgemeine relative Risiko (RR) für ärztliche Fehler bei Ärzten mit positivem Depressionsscreening 1,95 betrug (95 %-KI: 1,63–2,33), wobei in den Studien eine hohe Heterogenität bestand. Außerdem ergab eine Metaanalyse von vier der Längsschnittstudien, dass medizinische Fehler im Zusammenhang mit anschließenden Depressionssymptomen ein gepooltes RR von 1,67 aufwiesen (95 %-KI: 1,48–1,87; p = 0,60; I2 = 0 %), was laut den Autoren darauf schließen lässt, dass ein gegenseitiger Zusammenhang zwischen ärztlichen Depressionssymptomen und medizinischen Fehlern besteht. 

„Es ist weitere Forschung erforderlich, um zu beurteilen, ob Interventionen zur Verringerung von Depressionssymptomen bei Ärzten eine Rolle bei der Minimierung von medizinischen Fehlern spielen und somit das Befinden von Ärzten und die Patientenversorgung verbessern könnten“, schlossen die Autoren ab.