Studie: PKV-Mehrumsatz bringt Praxen 53.000 Euro jährlich

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Berlin (pag) – Die Leistungsausgaben von Versicherten der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben in den letzten zehn Jahren weniger deutlich zugenommen als von Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das rechnet das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) in einer neuen Studie vor. 

Demnach stiegen von 2006 bis 2016 die Ausgaben je PKV-Versicherten um 43,1 Prozent, wohingegen die GKV einen Anstieg von 48,3 Prozent hatte. Das PKV-Institut betont außerdem, dass die Bedeutung der Privatversicherten für alle Leistungsanbieter im Gesundheitswesen im Zeitablauf zugenommen habe. Der vom WIP alljährlich berechnete Mehrumsatz der Privatversicherten lag im Jahr 2016 bei 12,89 Milliarden Euro und damit 254 Millionen Euro bzw. 2 Prozent höher als im Jahr davor. Seit 2006 ist der Mehrumsatz um 3,2 Milliarden Euro beziehungsweise 33 Prozent gestiegen.

Der größte Teil des Mehrumsatzes entfiel im Jahr 2016 – wie bereits in den Vorjahren – auf den ambulanten ärztlichen Sektor (6,29 Milliarden Euro). Das sind umgerechnet pro Arztpraxis in Deutschland 53.000 Euro im Jahr, die ohne den Mehrumsatz der PKV fehlen würden. Im ambulanten Bereich ist gegenüber 2015 eine Zunahme um insgesamt 230 Millionen Euro beziehungsweise um 3,8 Prozent zu verzeichnen. 

„Der Mehrumsatz der Privatversicherten beziffert die zusätzlichen Finanzmittel, die nur deshalb ins Gesundheitssystem fließen, weil die Leistungen für diese Patienten nicht den begrenzten und teils budgetierten Vergütungssystemen der GKV unterliegen“, erläutert das WIP.