Studie findet keine Hinweise auf Verbindung zwischen PPI und Frakturen


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) wurden gelegentlich mit Osteoporosefrakturen in Zusammenhang gebracht. Die Autoren einer neuen Studie sagen aber, sie fanden keine Hinweise auf eine solche Verbindung.

Die in Alimentary Pharmacology & Therapeutics veröffentlichte Studie schloss 521 Patienten mit Barrett-Ulkus ein, eine Patientengruppe, die, wie die Autoren betonten, aufgrund der Langzeit- und hoch dosierten säuresuppressiven Therapie eine spezifische Population zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen PPI-Anwendung und osteoporosebedingten Frakturen darstelle.

Zu den unabhängigen Risikofaktoren für Osteoporosefrakturen zählten höheres Alter, weibliches Geschlecht und mehr Komorbiditäten. Die Studie fand heraus, dass die Inzidenz von allen Frakturen und Osteoporosefrakturen vergleichbar jener der alters- und geschlechtsangepassten Population war. Bei mehr als 18 % der Patienten in der Kohorte wurde eine niedrig Knochenmasse diagnostiziert, nachdem sie die Diagnose eines Barrett-Ulkus erhielten, und 8,8 % erlitten eine Osteoporosefraktur. Die PPI-Anwendung war mit keinem statistisch signifikanten Risiko für das Entstehen einer Osteoporosefraktur an irgendeiner Stelle verbunden. 

Die Autoren schlossen damit ab, dass Osteoporosefrakturen und Frakturen jeglicher Ätiologie nicht ungewöhnlich bei Personen mit Barrett-Ulkus sind, aber „ihre Inzidenz ist nicht erhöht, wenn man sie mit jener der Allgemeinbevölkerung vergleicht“.