Stimmbandkarzinom: mehr Lokalkontrolle durch Radiotherapie mit abgeänderter Fraktionierung

  • Oral Oncol

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Radiotherapie mit abgeänderter Fraktionierung (ART) ist bei Patienten mit Stimmbandkarzinom im Frühstadium (T1/T2) laut einer systematischen Datenauswertung und Metaanalyse mit weniger Ereignissen von Lokalversagen als eine Radiochemotherapie (RCT) assoziiert.
  • Der signifikante Nutzen bei T1-Tumoren erstreckt sich möglicherweise nicht auf T2-Tumoren.

Warum das wichtig ist

  • Eine ART hat bereits früher einen relativen Nutzen für die Population von Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom im Allgemeinen gezeigt. Diese Studie weist nun den spezifischen Nutzen für Stimmbandkarzinom nach.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine ART war in einer Analyse von randomisierten, kontrollierten Studien (RCT; HR: 0,62; p = 0,0009) und retrospektiven Studien (HR: 0,40; p = 0,0003) seltener als eine RCT mit Ereignissen des lokalen Versagens assoziiert.
  • Eine ART mit Hyperfraktionierung (HR: 0,65; p = 0,03) und Hypofraktionierung (HR: 0,55; p = 0,02) war beides Mal mit weniger Ereignissen von Lokalversagen als eine RCT assoziiert.
  • Der Nutzen einer ART war in Studien mit > 50 % Patienten mit T1-Krankheit (HR: 0,49; p  50 % Patienten mit T2-Krankheit signifikant (HR: 0,60; p = 0,15).

Studiendesign

  • 11 Studien (4 RCT und 7 retrospektive Studien mit jeweils zwei Gruppen; 1.762 Patienten gesamt) wurden in der Metaanalyse berücksichtigt.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Einschluss retrospektiver Studien.
  • Relativ kleine Anzahl von Patienten mit T2-Krankheit.