Stiftung Männergesundheit: Sexualität ist wesentlicher Bestandteil von Gesundheit


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

ÜS 

„Sexualität von Männern“ lautet der Titel des dritten Deutschen Männergesundheitsberichts, den die Stiftung Männergesundheit veröffentlicht hat. „Wir fordern mehr Kommunikation für mehr sexuelle Gesundheit in allen Lebensphasen und für Männer aller Sexualitäten“ fordern darin zwei der Autoren, Professor Dr. Heinz-Jürgen Voß, Merseburg und Bettina Staudenmeyer, Jena.

„Unter sexueller Gesundheit verstehen wir mehr als das Fehlen von Störungen und sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten“, so die Verfasser weiter. In den Medien und in der Öffentlichkeit wird Sexualität breit diskutiert, trotzdem werden viele Bereiche in unserer Gesellschaft bislang tabuisiert. Dazu Voß: „Beispielsweise die Sexualität behinderter Männer darf nicht länger als Problemfall betrachtet werden. Sexualität ist ein Menschenrecht, das für alle gilt.“

Professor Dr. Stefan Timmermann führt in dem Bericht aus, dass beispielsweise Homosexuelle aufgrund von Minoritätenstress einer erhöhten Vulnerabilität ausgesetzt wären. Die sexuelle Gesundheit von Männern werde aber auch von sexuellen Funktionsstörungen, sexuell übertragbaren Erkrankungen und sexueller Gewalt bestimmt.

Die häufigsten männliche Sexualstörungen sind jedoch trotz intensiver Forschungsarbeiten und diverser Therapiemöglichkeiten immer noch die primäre erektile Dysfunktion und die Ejaculatio praecox. Der Vorsitzende der Stiftung Männergesundheit Professor Dr. Theodor Klotz, Weiden, empfiehlt die erektile Dysfunktion als Symptom in Vorsorgeprogramme aufzunehmen um intensiver nach ihren Ursachen suchen zu können. Bis heute würden männliche Sexualstörungen gesellschaftlich immer noch tabuisiert.

Entstanden ist diese umfassende Publikation in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Sexualwissenschaften der Hochschule Merseburg. Erschienen ist das 449-Seiten umfassende Werk „Sexualität von Männer: Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht“ im Psychosozial Verlag und kann im Buchhandel für Euro 39,90.- erworben werden.