Steroid-Gelenkinjektionen können zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen führen


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Vor Verabreichung einer Injektion eines intraartikulären Kortikosteroids (IACS) wegen Osteoarthrose (OA) der Hüfte oder des Knies sollten Ärzte die radiografischen Merkmale und Patientenmerkmale untersuchen, die das Risiko für unerwünschte Gelenkereignisse erhöhen, besagt eine neue Forschungsarbeit.

In der Studie wurden 459 Patienten überprüft, die im Jahr 2018 ein IACS (40 mg Triamcinolon, 2 ml Lidocain 1 % und 2 ml Bupivacain 0,25 %) an einem einzelnen Zentrum erhielten. Von diesen Patienten unterzogen sich 218 keiner radiografischen oder MRT-Nachbeobachtung oder ließen einen Totalgelenkersatz ohne zusätzliche präoperative Bildgebung vornehmen.

Die Autoren kamen zu vier wesentlichen, unerwünschten gelenkbezogenen Befunden in der Bildgebung der Patienten nach IACS-Injektionen:

  • Beschleunigte OA-Progression (6 %)
  • Subchondrale Insuffizienzfraktur (0,9 %)
  • Komplikationen von Osteonekrose (0,7 %)
  • Schnelle Gelenkzerstörung, einschließlich Knochenverlust (0,7 %)

Insgesamt wurden auf Grundlage der verfügbaren Ergebnisse der postprozeduralen Bildgebung von insgesamt 459 IACS-Injektionen 36 unerwünschte gelenkbezogene Ereignisse bei 36 Patienten (19 Frauen) erfasst (8 %). Die betroffenen Patienten waren 37–79 Jahre alt und erhielten eine bis drei IACS-Injektionen, wobei zwischen dem Zeitpunkt der Injektion und der dokumentierten Bildgebung 2–15 Monate lagen.

Den Autoren zufolge sollten die Kriterien für die Durchführung einer Röntgenbildgebung vor einer IACS-Injektion niedrig angesetzt werden.

Die Forschungsarbeit wurde in der Fachzeitschrift Radiology veröffentlicht.