STEMI: Frauen warten länger als Männer, um sich Hilfe zu holen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Eine neue Studie, die Unterschiede bei den Geschlechtern hinsichtlich Verzögerungen sowohl von Patient als auch System für primäre perkutane Koronarinterventionen bei Patienten mit einem Myokardinfarkt mit ST-Streckenhebung (STEMI) untersuchte, ergab, dass Frauen länger als Männer warten, um sich Hilfe zu holen. 

Die Forscher verglichen die Verzögerung seitens der Patienten ab Symptombeginn bis zum ersten medizinischen Kontakt und die Systemverzögerung ab dem ersten medizinischen Kontakt bis zu einer durch eine perkutane Koronarintervention unterstützten Reperfusion bei 967 Frauen und 3.393 Männern, die zwischen 2000 und 2016 in einem Schweizer STEMI-Behandlungsnetzwerk behandelt wurden. 

Sie stellten fest, dass das weibliche Geschlecht unabhängig mit einer größeren Verzögerung seitens der Patienten verbunden war als das männliche Geschlecht (p = 0,02), und dabei eine um 12 % größere ischämische Gesamtzeit bei Frauen von 2012–2016 bewirkte (Mittelwert: 215 vs. 192 Minuten, p 

Es gab keine Geschlechtsunterschiede bei der zeitgerechten Versorgung durch Gesundheitsfachleute. 

Die Mortalität im Krankenhaus war während des Studienzeitraums bei Frauen signifikant höher (5,9 %) als bei Männern (4,5 %). Verzögerungen standen jedoch nach Bereinigung um mehrere Faktoren in keinem Zusammenhang mit der Mortalität im Krankenhaus. 

Veröffentlicht wurde die Forschungsarbeit im European Heart Journal: Acute Cardiovascular Care.