Statine: Risikofaktoren für Nicht-Adhärenz und Therapieabbruch


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Eine neue Studie zur Statinanwendung bei älteren Erwachsenen ergab, dass mangelnde Therapieadhärenz und Therapieabbrüche im ersten Jahr weit verbreitet sind. 

Die Studie schloss 22.340 Australier im Alter von mindestens 65 Jahren ein, die von 2014 bis 2015 eine Statintherapie begannen. 

Es wurde festgestellt, dass 55,1 % die Behandlungsvorgaben nicht einhielten bzw. nicht therapieadhärent waren und 44,7 % die Therapie abbrachen. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein älterer Erwachsener nicht adhärent war oder eine Statintherapie abbrach, unterschied sich je nach individuellen demografischen Merkmalen, Lebensstilfaktoren, Komorbiditäten, verschriebenem Statintyp und Eigenschaften des Verschreibers. 

Nicht-Adhärenz und Therapieabbruch waren besonders bei Personen über 85 Jahren weit verbreitet. Einleitung der Statinbehandlung durch einen Allgemeinmediziner gegenüber einem Facharzt/einer anderen Fachperson war mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Nicht-Adhärenz und Therapieabbruch verbunden, ebenso wie Diabetes. Indes waren Hypertonie, Angina, kongestives Herzversagen und Polypharmazie mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit von Nicht-Adhärenz und Therapieabbruch verbunden.

„Die Studienergebnisse unterstreichen die Erfordernis von Interventionen zur Verbesserung der Statinanwendung bei älteren Erwachsenen, damit die Statine ihren vollen Nutzen entfalten können, und anzuerkennen, dass bestimmte Teilgruppen von Personen möglicherweise zusätzliche Aufmerksamkeit benötigen“, sagte Seniorautor Professor Danny Liew von der Monash University in Australien.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im British Journal of Clinical Pharmacology.