Statine mit niedrigerem Risiko für CRC nach Kolonoskopie verknüpft

  • Cheung KS & al.
  • Gut
  • 26.02.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten, die sich einer Kolonoskopie unterzogen hatten, war die Verwendung von Statinen mit einem niedrigeren Risiko für die Diagnose von kolorektalem Karzinom (CRC) in den nachfolgenden 3 Jahren assoziiert (PCCRC-3y).

Warum das wichtig ist

  • Die potenzielle Risikoreduktion könnte bei der klinischen Entscheidungsfindung hinsichtlich der Verschreibung von Statinen bei Patienten mit hohem Risiko für CRC und einem kardiovaskulären Borderline-Risiko von Nutzen sein.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von 187.897 Patienten in Hongkong, die sich zwischen 2005 und 2013 einer Kolonoskopie unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ein Propensity-Score-Matching von 17.662 Statinnutzern mit 30.304 Nichtnutzern bewies, dass die Verwendung von Statinen mit einem niedrigeren PCCRC-3y-Risiko assoziiert war (HR nach Unterverteilung [SHR]: 0,72; 95 %-KI: 0,55–0,95; Anzahl notwendiger Behandlungen: 498).
  • Die Verwendung von Statinen war assoziiert mit:
    • niedrigerem Risiko für proximales CRC (SHR: 0,50; 95 %-KI: 0,28–0,91), nicht aber für distales CRC (SHR: 0,80; 95 %-KI: 0,59–1,09).
    • einer dosisabhängigen Reduktion des PCCRC-3y-Risikos (SHR: 0,93; 95 %-KI: 0,87–0,99; für jeden Anstieg um 100 in der kumulativ definierten täglichen Dosis; p = 0,023).
    • niedrigerem PCCRC-3y-Risiko für Patienten im Alter von ≥ 60 Jahren (SHR: 0,72; 95 %-KI: 0,56–0,92), Frauen (SHR: 0,35; 95 %-KI: 0,22–0,58), nichtdiabetische Patienten (SHR: 0,59; 95 %-KI: 0,42–0,81) und Patienten ohne frühere Polypen und/oder eine Polypektomie (SHR: 0,58; 95 %-KI: 0,41–0,83).

Einschränkungen

  • Asiatische Population.
  • Retrospektive Analyse.