Startschuss für „Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende“

Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag) – Bis Mitte kommenden Jahres soll ein „Gemeinschaftlicher Initiativplan Organspende“ erarbeitet werden. Im Bundesgesundheitsministerium hat das Auftakttreffen stattgefunden, bei dem Experten über konkrete Handlungsfelder beraten.

 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge geht es darum, „wie wir Organspende in Deutschland endlich zu einer Selbstverständlichkeit machen können“. An der Erarbeitung des Plans beteiligen sich unter anderem folgende Akteure: Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband, Verband der Privaten Krankenversicherung, die Gesundheitsministerkonferenz der Länder, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Patientenverbände, Spenderangehörige und die Deutsche Transplantationsgesellschaft. Federführend ist die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

 

Grundsätzlich spricht sich Spahn für die Einführung der Widerspruchslösung aus. Demnach gilt jeder Bürger automatisch als potenzieller Organspender, solange er nicht ausdrücklich widerspricht. Das Thema polarisiert: Viele Ärztevertreter befürworten ein solches Modell. Im Bundestag hat sich aber eine fraktionsübergreifende Initiative formiert. Deren Ziel ist es, die bisherige Zustimmungslösung beizubehalten.

 

Der Plan ist nicht Spahns einzige Initiative zur Organspende. Der Gesundheitsminister hat bereits den Entwurf für ein „Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende“ vorgelegt. Das Bundeskabinett hat diesem jetzt zugestimmt. Das Gesetz ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten. Es sieht unter anderem vor, die Rolle der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken zu stärken. Auch soll es mehr Geld für die Entnahmekrankenhäuser geben.