Sport: integraler Bestandteil der Krebsversorgung bei Kindern

  • Spreafico F & al.
  • Pediatr Blood Cancer
  • 01.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Sport sollte in der Standardpraxis der Krebsversorgung verankert sein.
  • Dabei sollte ein personalisiertes Programm unter der Leitung einer erfahrenen Sport-Fachkraft befolgt werden.
  • Alle Interessengruppen, einschließlich Ärzte und Eltern, sollten körperliche Aktivitäten fördern.

Wesentliche Höhepunkte

  • Bewegungsmangel sollte vermieden werden, selbst bei Patienten, die sich einer intensiven Behandlung unterziehen oder die eine schlechte Prognose haben. Empfohlen werden ≥ 150 Minuten moderates oder 75 Minuten Intensivtraining pro Woche, das in 2–5 Sitzungen von jeweils 10–60 Minuten absolviert wird.
  • Die beträchtlichen Unterschiede in der Pathophysiologie von Tumoren, den Therapien und der Prognose erfordern flexible Trainingsziele und Zeitpläne; eine Personalisierung ist also vonnöten.
  • Die Krebsbehandlung kann die körperliche Verfassung signifikant verschlechtern; jede Verbesserung in der Verfassung und sogar ihre Aufrechterhaltung oder weniger negative Auswirkungen darauf sollten als positiv eingestuft werden.
  • Erfahrene Fachkräfte sollten ein Sportprogramm zur Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit erstellen.
  • Mit einer professionellen Überwachung wird die Einhaltung des Sportprogramms verbessert.
  • Ärzte sollten Kinder ermutigen, körperlich aktiv zu werden.
  • Die Identifizierung und das Management von andauernden Kontraindikationen für Sport bei Kindern und Jugendlichen mit Krebs ist schwierig.
  • Der Nutzen von Sport und Bewegung geht über die körperliche Fitness hinaus. Die durch emotionale, geistige und soziale Erfahrungen und Belastbarkeit generierten Vorteile müssen erkannt werden.
  • Patienten, Familien, Gesundheitsversorgungsteams und alle anderen Beteiligten müssen sich der Vorteile einer körperlichen Aktivität bei der Krebsversorgung bewusst sein.