Späte Therapielinie für mCRC: Tumormasse bei EGFR-Antikörpertherapie mit schlechteren Ergebnissen assoziiert

  • Kratz JD & al.
  • J Natl Compr Canc Netw
  • 01.12.2018

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine hohe metastatische Tumormasse und rechtsseitiger Befall des Primärtumors sind mit einem schlechteren Gesamtüberleben (OS) bei einer späten Therapielinie mit einer EGFR(epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-Therapie wegen metastasierendem kolorektalen Karzinom (mCRC) verknüpft.
  • Patienten mit rechtsseitigen Primärtumoren wurden mit einer größeren Tumormasse vorstellig.

Warum das wichtig ist

  • Zukünftige Studien sollten die metastatische Tumormasse zusätzlich zum Molekülprofil untersuchen, um herauszufinden, welche Patienten von einer späten EGFR-Antikörpertherapie profitieren könnten.

Studiendesign

  • Retrospektive, monozentrische Analyse von 62 KRAS-Wildtyp-Patienten mit mCRC, die mit einer EGFR-Antikörpertherapie in einer späten Linie behandelt worden waren.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • 15 von 47 Tumoren waren rechtsseitig. Patienten mit rechtsseitigen Befall waren älter (mittel: 69 vs. 59 Jahre; p = 0,04) und hatten größere Metastasen (mittlerer größter Durchmesse: 52,7 mm vs. 28,5 mm; p = 0,03) und ein schlechteres OS (6,8 vs. 16,7 Monate; p = 0,047).
  • Nach Bereinigung um den Befallsherd des Primärtumors, war eine Krankheit mit großer Tumormasse (definiert als einzelne Läsion von ≥ 35 mm im längsten Querdurchmesser oder der kurzen Knotenachse) assoziiert mit:
    • einem schlechteren Überleben mit einer EGFR-Antikörpertherapie (6,0 vs. 16,0 Monate; p = 0,006).
    • einem schlechteren progressionsfreien Überleben (PFS; 3,5 vs. 7,2 Monate; p = 0,001).
    • einer schlechteren objektiven Ansprechrate (9,5 % vs. 38,7 %; p = 0,044).
    • einem schlechteren OS (6,0 vs. 23,4 Monate; p 

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.