Sollten Blutverdünner nach einer gastrointestinalen Blutung erneut eingenommen werden?


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Neue Forschung weist darauf hin, dass die Vorteile einer frühen Wiederaufnahme einer Therapie mit Antikoagulanzien und/oder Thrombozytenaggregationshemmern bei Patienten mit gastrointestinaler Blutung gegenüber den Risiken überwiegen könnten. 

Die Beobachtungsstudie untersuchte das Risiko für erneute Blutungen, vaskuläre Ereignisse und Tod bei 871 Patienten in Spanien, bei denen es während einer Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien zu schweren gastrointestinalen Blutungen kam. Von diesen nahmen 38,9 % ein Antikoagulans ein, 52,5 % nahmen einen Thrombozytenaggregationshemmer und 8,6 % beides ein. 

Die große Mehrheit (93,1 %) unterbrach die Behandlung nach einer gastrointestinalen Blutung und 80,5 % fingen sie innerhalb von 7,6 ± 6,41 Tagen erneut an. Die meisten Patienten (98,5 %) nahmen die Therapie innerhalb der ersten 30 Tage wieder auf. 

Die Studie ergab, dass die Wiederaufnahme der Therapie mit einem höheren Risiko für eine erneute Blutung verbunden war (HR: 2,184).; 95 %-KI: 1,357–3,515), aber mit einem niedrigeren Risiko für ischämische Ereignisse (HR: 0,626; 95 %-KI: 0,432–0,906) oder Tod (HR: 0,606; 95 %-KI: 0,453–0,804). Die Raten erneuter Blutungen waren bei Patienten unter Antikoagulanzien gegenüber solchen unter Thrombozytenaggregationshemmern höher (138,0 vs. 99,0 Ereignisse pro 1.000 Patientenjahre). 

Bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse in Alimentary Pharmacology and Therapeutics erklärten die Autoren, weitere Forschung werde benötigt, um die beste Managementstrategie für die Beendigung und Wiederaufnahme der Therapie präziser zu definieren, doch die Ergebnisse legen nahe, dass eine Wiederaufnahme der Therapie innerhalb der ersten Woche nach einem Blutungsereignis insgesamt mit Vorteilen für den Patienten verbunden ist.