So bereiten sich Praxen auf die Grippe vor


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Berlin (pag)  – Die Grippezeit steht vor der Tür. Für Praxen also höchste Zeit, sich auf die nächste Influenzawelle vorzubereiten. Das heißt, nicht nur Impfstoffe sind zu bestellen, sondern auch organisatorische Vorbereitungen zu treffen. 

Erfahrungsgemäß sind es das vierte Quartal am Jahresende und das erste Quartal im neuen Jahr, in dem das Influenza-Virus besonders grassiert und die Wartezimmer aus allen Nähten platzen. Entsprechend sollte das Praxisteam reagieren und für diese zwei Quartale die Terminplanung anpassen. Konkret heißt das: mehr Akutsprechstunden anbieten und die Zahl der Terminsprechstunden reduzieren. Mittel- oder langfristig planbare Untersuchungen oder Behandlungen können auf die Folgequartale gelegt werden.

Hilfreich ist es zudem, in der Praxis-EDV die Patienten zu markieren und zu einer Impfung zu motivieren, die für eine Grippeimpfung infrage kommen. Das sind zu einem diejenigen Menschen, für welche die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung empfiehlt – also chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen oder alle Personen ab 60 Jahren. Zum anderen bietet es sich auch an, diejenigen Patienten auf eine Schutzimpfung anzusprechen, die zwar nicht unter die STIKO-Empfehlungen fallen, die aber im vergangenen Winter Opfer der heftigen Grippewelle wurden. Ein Recall-System kann helfen, die entsprechenden Patienten auf die Möglichkeit der Influenza-Impfung hinzuweisen. Spätestens aber beim nächsten Praxisbesuch sollten sie darauf angesprochen werden. Ebenso ratsam: Auch das Praxispersonal – Ärzte und Medizinische Fachangestellte – sollte sich impfen lassen. Viele Praxen waren im Winter lahmgelegt, weil die Mitarbeiter krank waren. 

Was ist zu beachten, wenn einen die Grippe erwischt hat? Das können Ärzte und Medizinische Fachangestellte den betroffenen Patienten natürlich hunderte Male erzählen. Sie können die wichtigsten Verhaltensregeln (zum Beispiel viel trinken und ordentlich die Hände waschen) aber auch niederschreiben und den Patienten als Flyer mit nach Hause geben. Bei vollen Wartezimmern spart das wertvolle Zeit.

Überprüft werden sollte zudem, ob Desinfektionsspender an den richtigen Stellen in der Praxis platziert sind – im Untersuchungs-, Sprechzimmer und Labor sollten welche vorhanden sein.