SNLB erweist sich bei lokal rezidiviertem Melanom als prognostisch wertvoll

  • Ann Surg Oncol

  • aus Roxanne Nelson, RN
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis
  • Eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie (SNLB) ist bei primären Melanomen Standardverfahren. Sie gilt bei lokal rezidiviertem (LR) oder bei In-Transit(IT)-Melanomen als prognostisch wertvoll und beeinflusst Therapieentscheidungen.
Warum das wichtig ist
  • Liegen weder Fernmetastasen noch ein klinischer Befall der Knoten vor, könnte eine SLNB bei Patienten mit IT- oder LR-Melanom in Betracht gezogen werden.
Studiendesign
  • Der Einsatz einer SLNB bei LR-/IT-Melanom (1997 bis heute) wurde bei 107 Patienten aus 3 Zentren untersucht.
  • Finanzierung: University of Virginia Grant der National Institutes of Health/National Cancer Institute.
Wesentliche Ergebnisse
  • Bei 103 (96 %) Patienten wurde eine SLNB erfolgreich durchgeführt.
  • Von allen Patienten mit einer LR-/IT-Erkrankung gesamt war die SLNB bei 40 % positiv (41/103; 95 %-KI: 32 %–51 %) und in etwa gleich zwischen der LR-Krankheit (44 %; 25/56) und IT-Krankheit (34 %; 16/47) verteilt.
  • Eine Tendenz hin zu einem überlegeneren progressionsfreien Überleben (PFS) wurde bei SLN-negativen Patienten (median: 6,0 Jahre) im Vergleich mit SLN-positiven Patienten beobachtet (median: 1,4 Jahre; p = 0,176). Eine Tendenz hin zu einem schlechteren Gesamtüberleben (OS) wurde ebenfalls bei SLN-positiven vs. SLN-negativen Patienten beobachtet (5-jähriges OS: 61 % vs. 78 %; p = 0,06).
  • Für IT-Erkrankungen zeigte sich im Vergleich zu LR-Erkrankungen eine allgemeine Tendenz hin zu einem besseren OS (5-jähriges OS: 83 % vs. 57 %; p = 0,057).
Einschränkungen
  • Retrospektiver Ansatz.