Shisha-Bars: Schleswig-Holstein fordert landesweite Sicherheitsstandards


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
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In den orientalischen Ländern hat die Wasserpfeife eine lange Tradition. In den letzten Jahren schießen auch in Deutschland Shisha-Bars wie Pilze aus dem Boden, die vor allem von jungen Menschen besucht werden. Beispielsweise in Schleswig-Holstein gelten diese Bars als Raucherkneipen, besondere Richtlinien, die den Arbeits- oder Gesundheitsschutz betreffen gibt es nicht. Die Landesregierung möchte das ändern. Die SPD-Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt und fordert landesweite Standards

Nicht zuletzt wegen der sich häufenden Kohlenmonoxidvergiftungen befasst sich erstmals der Landtag mit dem Thema. Der Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) kündigte an, einen Erlass mit Vorgaben und Empfehlungen für die Gaststättenbehörden erstellen zu lassen. So sollen beispielsweise in allen Gaststätten, in den Shishas geraucht werden, Warnmelder angebracht werden, welche die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Luft messen. Auch was die Belüftung betrifft wird es strengere Richtlinien geben.

Anfang des Jahres erlitten zwei Jugendliche in Kiel in einer Bar ohne ausreichende Belüftung schwere Kohlenmonoxidvergiftungen. In den letzten Monaten waren mehrere Shisha-Bars aus dem Frankfurter Raum wegen schlechter hygienischer Zustände in die Schlagzeilen geraten, was zu Schließung einiger der Gaststätten führte.

Die Risiken der Wasserpfeife durch Schwermetalle wie Blei, Chrom, Nickel und Kobalt sind vielen Konsumenten nicht bewusst. Der dauerhafte Konsum von Wasserpfeifen erhöht das Tumorrisiko und verschlechtert die Lungenfunktion. Zudem können bei der Benutzung desselben Mundstücks von mehreren Personen auch Tuberkulose-Erreger, Hepatitis und Lippenherpes übertragen werden. Um dem vorzubeugen, benutzen die Menschen in orientalischen Ländern häufig ihre eigenen Mundstücke.