Selten Komplikationen bei Biopsie von Raumforderungen der Niere

  • Posielski NM & al.
  • J Urol
  • 01.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Biopsie von Raumforderungen der Niere geht mit geringen Komplikationsraten einher. 14,6 % der Biopsien ergaben jedoch keine Diagnose.
  • Es bestand kein Zusammenhang zwischen den Komplikationsraten und der Anzahl entnommener Kerne, der Thrombozytenzahl, dem Anstieg im International Normalized Ratio (INR) und der Verwendung von Aspirin.

Warum das wichtig ist

  • Eine Biopsie von Raumforderungen der Niere kann bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Nutzen sein, wenn Patienten zwischen Behandlung und aktiver Überwachung entscheiden. Dabei sollten sie darüber aufgeklärt werden, dass die Biopsie auch keine Diagnose ergeben kann.

Studiendesign

  • 1.155 Biopsien wurden in den Jahren 2000–2017 an 965 konsekutiven Patienten mit Raumforderungen der Niere durchgeführt.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 30 Tagen hatten 2,2 % der Patienten Komplikationen und 0,4 % schwerwiegende Komplikationen (Clavien-Grad: ≥ 3a) angegeben.
  • Eine hohe Anzahl entnommener Kerne (p = 0,17 für ≥ 3 Kerne), die Einnahme von Aspirin (p = 0,18), eine Thrombozytenzahl von ≤ 160.000/ml im Blut (p = 0,15), ein leichter Anstieg im INR (p = 0,47), präoperativen Hämoglobin (p = 0,45), Kreatinin (p = 0,54) und systolischem BP (p = 0,51) waren nicht mit einem Risiko für Komplikationen assoziiert.
  • 14,6 % der Biopsien waren nichtdiagnostisch.
  • Zystische Läsionen (p 
  • Eine Wiederholung der Biopsie nach einem ersten Versuch ohne diagnostischen Befund erhöhte die Rate nichtdiagnostischer Biopsien im Vergleich zu initialen Biopsien nicht (19,2 % vs. 14,2 %; p = 0,23).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.