Sechs Risikofaktoren nach Brustdrüsenkarzinom in situ mit Brustkrebs-Rezidiv verknüpft

  • Visser LL & al.
  • Cancer Epidemiol Biomarkers Prev
  • 01.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse identifizierte 6 Faktoren, die bei Patientinnen mit Brustdrüsenkarzinom in situ (DCIS) mit einem Risiko für einen späteren ipislateral-invasiven Brustkrebs (iIBC) assoziiert sind.

Warum das wichtig ist

  • Diese prognostischen Faktoren sind bei der Identifizierung von Patientinnen mit höherem Risiko für ein Brustkrebs-Rezidiv und bei der Vermeidung von Übertherapierungen niedrigriskanter Erkrankungen von Nutzen.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 40 Studien zu Patientinnen mit DCIS (n = 52 bis 37.692) aus einer Recherche in PubMed bis zum Jahr 2018.
  • Finanzierung: Cancer Research UK; Dutch Cancer Society.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Verlaufskontrolle dauerte im Mittel zwischen 3,2 und 15,8 Jahre.
  • Faktoren in Zusammenhang mit dem Risiko für einen späteren iIBC waren:
    • afroamerikanische Abstammung (gepoolte Schätzung [ES]: 1,43; 95 %-KI: 1,15–1,79)
    • prämenopausaler Status (ES: 1,59; 95 %-KI: 1,20–2,11)
    • Erkennen durch Abtasten (ES: 1,84; 95 %-KI: 1,47–2,29)
    • positive Resektionsränder (ES: 1,63; 95 %-KI: 1,14–2,32)
    • hoher histologischer Entartungsgrad (ES für schlechte Ausdifferenzierung: 1,36; 95 %-KI: 1,04–1,77) und
    • hohe p16-Expression (ES: 1,51; 95 %-KI: 1,04–2,19).
  • Das höchste Risiko für einen Bias wurde konfundierenden Messungen und schlecht definierten Studiengruppen zugeschrieben.

Einschränkungen

  • Metaanalysen wurden für folgende Faktoren nicht durchgeführt: Alter bei Diagnose, Aufbau des DCIS, Läsionsgröße und Jahr der DCIS-Diagnose.