Screening mit Brust-MRT: höhere Hintergrundanreicherung beeinträchtigt diagnostische Leistung

  • Sippo DA & al.
  • Acad Radiol
  • 18.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine hohe Hintergrundanreicherung (BPE) beim Screening der Brust mit MRT ist mit einer höheren Anomalieinterpretationsrate assoziiert.
  • BPE, ein inhärentes Phänomen des Brustgewebes, ist ein Indikator für eine physiologische Anreicherung von normalem fibroglandulärem Gewebe.

Warum das wichtig ist

  • Eine höhere BPE stört die Erkennung verdächtiger Läsionen und beeinträchtigt somit die diagnostische Leistung der Brust-MRT.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von 4.686 Patientinnen mit Brust-MRT von 2.446 Frauen.
  • Die BPE wurde in 2 Kategorien nach radiologischer Auswertung unterteilt: minimal oder leicht (85 %) und mittel oder deutlich (15 %).
  • Die Leistungsindikatoren (z. B. Anomalieinterpretationsrate, AIR) wurden nach Bereinigung folgender Störfaktoren miteinander verglichen: Alter, Screening-Indikation, mammografische Dichte, verfügbare frühere MRT-Aufnahme und verfügbares Untersuchungsjahr.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Gruppe mit höherer (vs. niedrigerer) BPE war mit einer höheren AIR assoziiert (13 % vs. 7 %; adjustierte Odds Ratio: 1,37; 95 %-KI: 1,03–1,82).
  • Eine höhere (vs. niedrigere) BPE war nicht mit der Krebsdetektionsrate, dem positiven prädiktivem Wert, der Sensitivität und Spezifität assoziiert (p > 0,05 für alle).

Einschränkungen

  • Eine retrospektive Beobachtungsstudie.
  • Einzelnes Zentrum mit einem einzelnen Radiologen, der die Leistungen bewertete.