Schwere Adipositas bei Kindern in Europa: neue Zahlen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Neue wissenschaftliche Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass trotz der Präventionsbemühungen in Teilen der Europäischen Region der WHO weiterhin vergleichsweise höhere Raten von starkem Übergewicht (Adipositas) bei Kindern verzeichnet werden. 

Im Rahmen einer neuen Studie wurden Daten aus den ersten drei Runden der WHO-Initiative zur Überwachung von Adipositas im Kindesalter (COSI) untersucht, die ins Leben gerufen worden war, um die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern im Alter von 6–9 Jahren zu schätzen und Veränderungen zu beobachten. Insgesamt wurden 636.933 Kinder in die Analyse eingeschlossen. 

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Prävalenz von schwerer Adipositas zwischen den Ländern stark unterschied. Die Häufigkeit schwerer Adipositas entsprechend der WHO-Definition reichte von 1 % in Schweden und Moldawien bis 5,5 % in Malta. Länder in Südeuropa hatten mit über 4 % die höchste Prävalenz von schwerer Adipositas, wohingegen Länder in West- und Nordeuropa, darunter Belgien, Irland, Norwegen und Schweden, eine Prävalenz von weniger als 2 % aufwiesen.

Aus den Daten geht hervor, dass es unter den etwa 13,7 Millionen Kindern in den 21 teilnehmenden europäischen Ländern fast 400.000 Kinder im Alter von 6–9 Jahren gibt, die stark übergewichtig sind.

Die wissenschaftliche Untersuchung wurde in Obesity Facts veröffentlicht, der Zeitschrift der European Association for the Study of Obesity (EASO).