Schweizer Studie: Patienten mit Melanom tragen erhöhtes Risiko für zusätzliche Primärtumoren

  • Oncotarget

  • von Brian Richardson, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Patienten mit kutanem Melanom haben ein erhöhtes Risiko für zusätzliche hämatologische und solide Primärtumoren (APT).

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie bekräftigt einmal mehr die Erkenntnisse aus früheren Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen einem Melanom und der Entstehung anderer Primärtumoren belegen, und unterstreicht, wie wichtig eine langfristige Nachbeobachtung ist.

Wesentliche Ergebnisse

  • 4,5 % der Patienten mit Melanom entwickelten APT, mit einem allgemein höheren Risiko (standardisiertes Inzidenzverhältnis [SIR]: 2,71 [95 %-KI: 1,96–3,63]) als die Kontrollteilnehmer.
  • Weibliche Patienten mit Melanom trugen ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs (SIR: 2,46; 95 %-KI: 1,06–4,86) und Schilddrüsenkrebs (SIR: 38,1; 95 %-KI: 10,38–97,54).
  • Männliche Patienten mit Melanom trugen ein erhöhtes Risiko für Kehlkopfkrebs (SIR: 76,92; 95 %-KI: 1,01–427,9), multiple Myelome (SIR: 11,2; 95 %-KI: 1,36–40.6), Ösophaguskarzinom (SIR: 10,8; 95 %-KI: 1,31–39,1) und Schilddrüsenkrebs (SIR: 48,8; 95 %-KI: 5,91–176,2).

Studiendesign

  • 1.764 Patienten mit kutanem Melanom aus dem Krebsregister von Comprehensive Cancer Center Zürich wurden analysiert und mit einer schweizerisch-deutschen Kontrollgruppe verglichen.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse einer großen Datenbank.