Schwangerschaftsabbruch-Studie nimmt Fahrt auf

Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag) – Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Ausschreibung für die umstrittene Schwangerschaftsabbruch-Studie gestartet. Fünf Millionen Euro stehen dafür bereit.

Mit einem Klick hat das Bundesgesundheitsministerium am 9. September die offizielle Bekanntmachung über die „Förderung von Forschungsvorhaben zu psychosozialer Situation und Unterstützungsbedarf von Frauen mit ungewollter Schwangerschaft“ ins Netz gestellt. Bis zum 11. November, 12 Uhr, haben interessierte Experten und Forscher die Möglichkeit, zunächst Vorhabenbeschreibungen abzugeben. Die Anträge müssen erst später gestellt werden. „Die Projekte sollen in der ersten Jahreshälfte 2020 starten und bis zu drei Jahre laufen“, heißt es in der Bekanntmachung.

Ebenso steht dort: „Ziel der Fördermaßnahme ist es, bezogen auf die spezifische Situation in Deutschland weitergehende wissenschaftlich basierte Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben und die Verarbeitung einer ungewollten Schwangerschaft, zur Versorgungssituation und zu den Bedarfen betroffener Frauen zu erlangen.“ Und weiter: „Die im Rahmen der Fördermaßnahmen gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse können zukünftig auch genutzt werden, um die Beratungs- und Unterstützungsangebote für die betroffenen Frauen weiterzuentwickeln mit dem Ziel, die Frauen in dieser schwierigen Lebenssituation bestmöglich zu unterstützen.“ Zwei Module sind für die Studie vorgesehen. In dem ersten Modul soll unter anderem untersucht werden, „welche vulnerablen Gruppen es für das Auftreten einer ungewollten Schwangerschaft und die Entwicklung von psychosozialen Problemlagen einschließlich psychischer Belastungen gibt“. Modul 2 befasst sich mit der Analyse der medizinischen Versorgungssituation zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs.

Die Studie wird als Geldverschwendung und überflüssig kritisiert. Es gebe schon etliche Studien, welche die These widerlegen, dass Frauen nach Abtreibungen unter erhöhten psychischen Problemen leiden, sagen Experten.

Die Bekanntmachung finden Sie hier.