Schützt Methotrexat bei Patienten mit RA vor T2D?

  • Baghdadi LR
  • PLoS One
  • 01.01.2020

  • von Miriam Tucker
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die Ergebnisse einer Metaanalyse deuten darauf hin, dass Methotrexat (MTX) bei Personen mit rheumatoider Arthritis (RA) das Risiko für Typ-2-Diabetes (T2D) senken kann.
  • Falls die Assoziation in randomisierten klinischen Studien bestehen bleibt, könnte MTX für die Kardioprotektion und/oder die Blutzuckersenkung verwendet werden.

Warum das wichtig ist

  • Sowohl RA als auch T2D erhöhen das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.
  • Das entzündungshemmende Medikament MTX hat einen kardiovaskulären Nutzen gezeigt, für T2D ist jedoch keine Wirkung bekannt.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 16 Studien mit Daten von 89.676 RA-Patienten, die MTX erhielten, und 70.385 ohne Exposition.
  • Für die Metaanalysen wurde ein Qualitätseffekte(QE)-Modell angewendet und für Vergleichszwecke ein Random-Effects(RE)-Modell.
  • Das QE-Modell ist vorteilhaft, da es die Qualität der mit eingeschlossenen Studien berücksichtigt, indem auf das Biasrisiko auf Studienniveau bereinigt wird.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das allgemeine relative Risiko (RR) betrug beim QE-Modell 0,48 (95 %-KI: 0,16–1,43). Dies impliziert, dass das T2D-Risiko bei mit MTX-behandelten Patienten mit RA im Vergleich zu nicht-MTX-behandelten Patienten um 52 % reduziert war.
  • Mit dem RE-Modell betrug das RR 0,13 (95 %-KI: 0,08–0,22), d. h. eine Senkung des T2D-Risikos von 87 % bei MTX-Behandelten vs. Nicht-MTX-Behandelten.
  • Die Verringerung des T2D mit MTX war größer bei den RA-Patienten, die > 60 Jahre alt waren, bei denen die RA ≤ 2 Jahre andauerte und die > 5 Jahre nachbeobachtet wurden.

Einschränkungen

  • Keine Kontrolle auf Kortikosteroidexposition.
  • Möglicher Publikationsbias.
  • Heterogenität der Studienkriterien.