Schlechteres OS bei Patienten mit Delirium nach Lungenkarzinom-Operation

  • Hayashi K & al.
  • PLoS One
  • 01.01.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine zerebrovaskuläre Erkrankung in der Anamnese, ein Plattenepithelzell-Karzinom in der Histologie und ein Alter ≥75 Jahre waren mit einem erhöhten Risiko für ein postoperatives Delirium bei Patienten mit Lungenkarzinom und pulmonaler Resektion verbunden.
  • Patienten mit Delir zeigten ein schlechteres Überleben als solche ohne Delir.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu 16% der Patienten entwickeln nach Thorax-Operation ein Delir, aber Daten zur Delirentwicklung nach Lungenkarzinom-Operation fehlen bislang.

Studiendesign

  • 570 Patienten (Durchschnittsalter 70 Jahre) unterzogen sich zwischen 2006 und 2017 aufgrund eines Lungenkarzinoms einer Lungenresektion.
  • Durchschnittliche Beobachtungszeit war 35 Monate.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 6,7% entwickelten ein postoperatives Delir.
  • Der durchschnittliche Beginn eines Delirs war 0,76 Tage nach Operation; die durchschnittliche Delirdauer betrug 3,6 Tage.
  • Patienten mit Delir hatten im Vergleich zu Patienten ohne Delir signifikant häufiger postoperative Komplikationen (39,5% vs. 21,8%; p=0,03) und eine höhere postoperative 30-Tage-Mortalität (10,5% vs. 0,7%; p
  • Unabhängige Risikofaktoren für ein postoperatives Delir waren eine anamnestische zerebrovaskuläre Erkrankung (OR 1,600; p=0,001), Plattenepithelzell-Karzinom (OR 1,113; p=0,002) und ein Alter ≥75 Jahre (OR 0,871; p=0,013).
  • Patienten mit Delir hatten durchschnittlich ein schlechteres OS nach einem Jahr (im Mittel 23 Monate vs. 35 Monate; p=0,02), jedoch gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen beim erkrankungsfreien Überleben.

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.