Schlechte Lungenfunktion und Atemwegserkrankung mit höherem Demenzrisiko verknüpft: Metaanalyse

  • Chest

  • von Miriam Davis, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Eine schlechte Lungenfunktion und eine Atemwegserkrankung sind laut einer Metaanalyse von Kohortenlängsstudien mit einem höheren Risiko für Demenz assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Das Älterwerden der Bevölkerung bedeutet, dass bis 2050 weltweit eine Verdreifachung der absoluten Anzahl an Personen mit Demenz erwartet wird.
  • Die Ätiologie hinter den Assoziationen ist unbekannt und sollte weiter untersucht werden, eine verringerte Sauerstoffzufuhr zum Gehirn könnte jedoch eine Rolle spielen.
  • Ärzte sollten eine verminderte Lungenfunktion oder Atemwegserkrankung aggressiv behandeln.

Studiendesign

  • Eine Metaanalyse von 10 Kohortenlängsstudien zu Lungenfunktion/Demenz, 11 Studien zu Atemwegserkrankungen/Demenz und 1 Studie, die beides untersuchte.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das niedrigste (vs. dem höchsten) Quartil der Einsekundenkapazität (FEV1) war mit einem nicht-signifikanten, um 46 % höheren Demenzrisiko assoziiert:
    • Gepoolte HR: 1,46 (95 %-KI: 0,77–2,75; I2 = 69,3 %; n = 62.209 in 2 Studien).
  • Eine Abnahme (vs. keiner Abnahme) von 1 Standardabweichung der FEV1 war mit einem um 28 % höheren Demenzrisiko assoziiert:
    • Gepoolte HR: 1,28 (95 %-KI: 1,03–1,60; I2 = 78,2 %; n = 67.505 in 5 Studien).
  • Eine Atemwegserkrankung (COPD, pulmonale Erkrankung, Asthma, Pneumonie) war mit einem um 54 % höheren Demenzrisiko assoziiert:
    • Gepoolte HR: 1,54 (95 %-KI: 1,30–1,81; I2 = 92,4 %; n = 288.641 in 11 Studien).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.
  • Mittlere bis hohe Heterogenität unter den Studien.