Schlaganfallrisiko bei postchirurgisch vs. nicht postchirurgisch auftretendem Vorhofflimmern

  • Siontis KC & al.
  • Ann Intern Med

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Patienten, die nach einer nichtkardialen Operation Vorhofflimmern (VHF) entwickelten, wiesen ein Risiko für einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) innerhalb der nächsten 5 Jahre auf, das ähnlich dem Risiko von Patienten mit nicht nach einer Operation auftretendem VHF war.

Warum das wichtig ist

  • Die relative klinische Signifikanz und das optimale Management eines postoperativen VHF sind nach wie vor unklar.

Wesentliche Ergebnisse

  • 5-Jahres-Risiko für Schlaganfall/TIA, postoperatives VHF vs. nicht nach einer Operation auftretendes VHF:
    • absolutes Risiko: 11,9 % vs. 11,8 %
    • absolute Risikodifferenz (ARD): 0,1 % (95 %-KI: -2,9 bis 3,1 %)
    • aHR: 1,01 (95 %-KI: 0,77–1,32)
  • 5-Jahres-Risiken für andere Ergebnisse, postoperatives VHF vs. nicht nach einer Operation auftretendes VHF:
    • geringeres Risiko für darauffolgendes VHF:
      • ARD: -13,4 % (95 %-KI: -17,8 % bis -9,0 %)
      • aHR: 0,68 (95 %-KI: 0,60–0,77)
    • Ähnliches Risiko für Tod jeglicher Ursache:
      • ARD: 2,4 % (95 %-KI: -0,3 bis 5,1 %)
      • aHR: 1,11 (95 %-KI: 0,99–1,24)
    • Ähnliches Risiko für kardiovaskulär bedingten Tod:
      • ARD: -1,1 % (95 %-KI: -4,0 bis 1,8 %)
      • aHR: 0,93 (95 %-KI: 0,77–1,13)

Studiendesign

  • US-amerikanische, monozentrische, retrospektive Kohortenstudie mit Patienten mit erstmaligem VHF zwischen 2000 und 2013 (Rochester Epidemiology Project):
    • 550 mit postoperativem VHF (Einsetzen des VHF ≤ 30 Tage nach nichtkardialer Operation)
    • 3.681 mit nicht nach einer Operation auftretendem VHF (Auftreten des VHF ohne Zusammenhang mit einem chirurgischen Eingriff)
  • Wichtigstes Ergebnis: Schlaganfall/TIA im Verlauf der Nachbeobachtung von im Mittel 6,3 Jahren
  • Finanzierung: National Institute on Aging

Einschränkungen

  • Es ist nicht bekannt, ob das VHF paroxysmal oder persistierend war.
  • Verbleibende Störfaktoren
  • Das Krankheitsmanagement hat sich möglicherweise seit 2013 verändert.
  • Verallgemeinerbarkeit ist ungewiss.