Schlaganfall aufgrund Verschlusskrankheit: Prädiktoren für Vorhofflimmern

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  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit ischämischem Schlaganfall aufgrund einer Erkrankung großer oder kleiner Gefäße prognostizieren eine kongestive Herzinsuffizienz und eine Vergrößerung des linken Vorhofs unabhängig die Diagnose Vorhofflimmern (VHF) innerhalb 1 Jahres.

Warum das wichtig ist

  • Eine routinemäßige kontinuierliche VHF-Überwachung durch die Anwendung implantierbarer Technologie ist durch Risiken, Kosten und Unsicherheiten in Bezug auf ihre klinische Wirkung eingeschränkt.

Studiendesign

  • Vordefinierte sekundäre Analyse einer US-amerikanischen, randomisierten kontrollierten Studie mit 242 Patienten mit ischämischem Schlaganfall aufgrund einer Erkrankung großer oder kleiner Gefäße, die innerhalb von 10 Tagen nach ihrem Schlaganfall der Implantation eines Herzmonitors zur VHF-Erkennung zugewiesen wurden (STROKE-AF-Studie).
  • Hauptergebnisse: Prädiktoren für eine VHF-Erkennung
  • Finanzierung: Medtronic Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Über 12 Monate hinweg erkannten die implantierbaren Herzmonitore bei 11,2 % der Patienten VHF, und nahezu alle ersten Episoden waren asymptomatisch.
  • In einer univariaten Analyse stieg die Wahrscheinlichkeit einer VHF-Erkennung bei den Patienten mit jedem zusätzlichen Lebensjahr (HR: 1,05), mit jedem Punkt des CHA2DS2-VASc-Scores (HR: 1,54) und mit jeder Millisekunde der QRS-Dauer (HR: 1,02) an. Zudem war die Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (HR: 2,49), kongestiver Herzinsuffizienz (HR: 6,64), linksatrialer Vergrößerung (HR: 3,63) und Nierenfunktionsstörung (HR: 3,58) höher.
  • In einer multivariaten Analyse waren die einzigen unabhängigen Prädiktoren für die Erkennung eines VHF eine kongestive Herzinsuffizienz (HR: 5,06) und eine Vergrößerung des linken Vorhofs (HR: 3,32).
  • Nach 12 Monaten betrug die VHF-Erkennungsrate 23,4 % bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz und/oder Vergrößerung des linken Vorhofs vs. 5,0 % bei Patienten mit keiner der beiden Erkrankungen (HR: 5,1).

Einschränkungen

  • Die Studie war nicht darauf ausgelegt, Prädiktoren zu identifizieren.
  • Die Fallzahl war bescheiden.