Schlafdauer kann sich auf die Krebsinzidenz und -sterblichkeit auswirken

  • Wilunda C & al.
  • Int J Cancer

  • Helga Gutz
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Die Dauer des Schlafs ist möglicherweise ein modifizierbarer Risikofaktor für Krebs.
  • Eine Schlafdauer von ≥10 Stunden kann das Krebsrisiko von Frauen und das Risiko für krebsbedingte Sterblichkeit bei Männern und Frauen erhöhen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Schlafdauer von 6-8 Stunden bei Männern und 6-9 Stunden bei Frauen ideal sein könnte, um das Risiko für Krebs und krebsbedingte Sterblichkeit zu senken.

Studiendesign

  • Analyse der gepoolten Daten aus 6 bevölkerungsbasierten Kohorten in Japan mit 271.694 Erwachsenen (126.930 Männer und 144.764 Frauen).
  • Während einer Nachbeobachtungszeit von fast 5,9 Millionen Personenjahren wurden insgesamt 40.751 Krebsneuerkrankungen und 18.323 Krebstodesfälle dokumentiert.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Vergleich zu 7 Stunden Schlaf war eine Schlafdauer von ≥10 Stunden bei Frauen mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden (HR 1,19; 95% KI 1,02-1,38), jedoch nicht bei Männern.
  • Eine Schlafdauer von ≥10 vs. 7 Stunden war bei Männern mit einem erhöhten Risiko für Krebsmortalität verbunden (HR 1,18; 95% KI 1,00-1,39), wie auch bei Frauen (HR 1,44; 95% KI 1,20-1,73).
  • Eine Schlafdauer von ≤5 vs. 7 Stunden zeigte keinen signifikanten Zusammenhang mit Krebsinzidenz und -mortalität.
  • Bei postmenopausalen Frauen waren sowohl ≤5 als auch ≥10 Stunden Schlaf im Vergleich zu 7 Stunden mit einem erhöhten Risiko für Krebsmortalität assoziiert.

Einschränkungen

  • Angaben zur Schlafdauer stammten von den Teilnehmern.
  • Es fehlten Daten zur Schlafqualität.