SAML: zugrundeliegende MPN mit kürzerem Überleben nach Transplantation verknüpft

  • Kröger N & al.
  • Br J Haematol
  • 28.02.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die zugrundeliegende Krankheit spielt eine signifikante Rolle bei den Überlebensergebnissen von Patienten, die sich wegen einer transformierten sekundären akuten myeloischen Leukämie (sAML) einer allogenen hämatopoetischen Stammzellentransplantation (Allo-HSZT) unterziehen.

Warum das wichtig ist

  • 20 %–30 % der Fälle von myelodysplastischem Syndrom (MDS), 15 %–30 % der Fälle von chronischer myelomonozytischer Leukämie (CMML) und 8 %–25 % der Fälle von myeloproliferativen Neubildungen (MPN) führen zu einer Transformation in eine sAML, die mit einer schlechteren Prognose als eine De-novo-AML assoziiert ist.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der zugrundeliegenden Krankheit und den Ergebnissen nach einer Allo-HSZT bei 4.214 Patienten mit transformierter sAML.
  • Die Data geeigneter Patienten, die sich zwischen 2000–2014 einer Allo-HSZT unterzogen hatten, wurden aus der EBMT(European Society for Blood and Marrow Transplantation)-Datenbank bezogen.
  • Primäre Diagnose: MDS (n = 3.541), CMML (n = 251), MPN (n = 422).
  • Medianes Patientenalter: 58 (Bereich: 18–78) Jahre.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Laut multivariabler Analyse:
    • erhöhte sich im Vergleich mit einem MDS das Risiko für ein Rezidiv signifikant bei:
      • CMML: HR: 1,47; 95 %-KI: 1,18–1,81; p 
      • MPN: HR: 1,59; 95 %-KI: 1,35–1,87; p 
    • ergab sich im Vergleich mit einem MDS eine signifikante Wirkung auf das progressionsfreie Überleben (PFS) bei:
      • CMML: HR: 1,23; 95 %-KI: 1,05–1,45; p = 0,012.
      • MPN: HR: 1,3; 95 %-KI: 1,15–1,48; p 
    • Signifikant schlechtere Überlebenschancen bei PMN als bei einem MDS: HR: 1,23; 95 %-KI: 1,07–1,41; p = 0,003.

​​​​​​​Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.