Salvage-Operation an Kopf/Hals: medizinische Komplikationen tödlicher als operative

  • Oral Oncol

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Medizinische Komplikationen sind bei Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom (HNC), die sich einer Salvage-Operation nach einer primären Bestrahlung/Chemotherapie unterzogen hatten, mit einem schlechteren Gesamtüberleben assoziiert; operative Komplikationen, hingegen, nicht.

Warum das wichtig ist

  • Ein besseres Verständnis der prognostischen Faktoren kann bei der Optimierung von Versorgung und Ergebnissen helfen.

Wesentliche Ergebnisse

  • 50,0 % der Patienten erlitten operative Komplikationen und 27,2 % der Patienten medizinische Komplikationen.
  • Eine vorausgehende Hypothyreose (OR: 3,370; p = 0,049) war laut einer multivariaten Analyse mit operativen Komplikationen assoziiert, wohingegen das Alter umgekehrt assoziiert war (OR: 0,948; p = 0,014).
  • Das Alter (OR: 1,049; p = 0,032) und eine vorausgehende hepatische Erkrankung (OR: 5,232; p = 0,039) waren der multivariaten Analyse zufolge mit medizinischen Komplikationen assoziiert.
  • Patienten mit medizinischen Komplikationen hatten ein kürzeres OS als Patienten ohne Komplikationen (p = 0,009).
  • Patienten mit operativen Komplikationen hatten ein ähnliches OS wie Patienten ohne Komplikationen (p = 0,259).

Studiendesign

  • 136 Patienten, die sich einer Salvage-Operation nach einer primären organerhaltenden Therapie unterzogen hatten, wurden hinsichtlich der Überlebensergebnisse und damit zusammenhängenden Faktoren analysiert.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.