Säuglingsimpfrate im Jahr 2017 auf Rekordniveau – UNICEF/WHO

  • WHO/UNICEF
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  • 15.07.2018

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Eine rekordverdächtige Gesamtzahl von rund 123 Millionen oder neun von zehn Säuglingen erhielt 2017 laut neuen globalen Zahlen mindestens eine Dosis des Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Impfstoffes.

Aufgrund des Wachstums der Weltbevölkerung wurden im Vergleich zum Jahr 2010 im Jahr 2017 weltweit weitere 4,6 Millionen Säuglinge geimpft; so berichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).

Die Daten von 2017 zeigen, dass 167 Länder eine zweite Dosis von Masernimpfstoffen in ihren routinemäßigen Impfplan aufgenommen haben. In 162 Ländern werden jetzt Rötelnimpfstoffe verwendet. Damit stieg die weltweite Impfschutzabdeckung gegen Masern und Röteln von 35 Prozent im Jahr 2010 auf 52 Prozent im vergangenen Jahr. 

Der Impfstoff gegen das humane Papillomavirus (HPV) wurde in 79 Ländern eingeführt, wobei der Einsatz von Impfstoffen gegen Meningokokken, Malaria, Pneumokokken und Rotaviren ebenfalls zunimmt.

Gleichzeitig jedoch erhielten im Jahr 2017 fast 20 Millionen Säuglinge nicht die Vorteile einer vollständigen Immunisierung. Von diesen leben fast 8 Millionen in instabilen oder von Krisen betroffenen Gebieten.

Die WHO forderte weitere Anstrengungen, um die fast fünf Millionen ungeimpften Kinder in der südostasiatischen Region nach WHO-Definition zu erreichen.