SABCS 2019 — TNBC: Zugabe von Atezolizumab verbessert pathologisches Komplettansprechen nicht


  • Emily Willingham, PhD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Atezolizumab als Zugabe zu einer neoadjuvanten Chemotherapie bei Patientinnen mit dreifach-negativem Brustkrebs (TNBC) erzielte keine Verbesserungen beim pathologischen Komplettansprechen (pCR).

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie wird im Rahmen der Suche nach Interventionen für diese aggressive Erkrankung mit hoher Rezidivwahrscheinlichkeit über eine Chemotherapie hinaus geführt.
  • Die Autoren warnen, dass längerfristige Ergebnisse zu anderen Schlussfolgerungen führen könnten und dass der primäre Endpunkt der Studie das ereignisfreie Überleben ist, nicht das pCR.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die klinischen Gesamtansprechraten betrugen 76,1 % (95 %-KI: 68,1–82,9 %) mit Atezolizumab vs. 68,3 % (60,0–75,9 %) ohne.
  • In der Intention-to-Treat-Analyse betrugen die pCR-Raten:
    • 43,5 % (95 %-KI: 35,1–52,2 %) mit Atezolizumab und 40,8 % (32,7–49,4 %) ohne (OR: 1,11); p = 0,66)
  • Aus den Sicherheitsdaten stachen die auffälligen Leberenzyme in der Atezolizumab-Gruppe hervor.

Studiendesign

  • Multizentrische Open-Label-Studie mit 280 Patientinnen mit TNBC, die per Zufallsverfahren einer neoadjuvanten Behandlung mit oder ohne Atezolizumab zugewiesen wurden.
  • Primäres Ergebnis: ereignisfreies Überleben nach 5 Jahren
  • Sekundäres Ergebnis: pCR
  • Finanzierung: Hoffmann-La Roche, Ltd; Celgene International Sarl.

Einschränkungen

  • Die Auswirkungen der Therapie nach Operation wurden noch nicht berücksichtigt.
  • Die Ergebnisse wurden ohne Peer-Review auf einer Konferenz vorgestellt.