SABCS 2019 — Orale Paclitaxel-Kombination besser als Infusion bei Brustkrebs mit Metastasen


  • Emily Willingham, PhD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit Brustkrebs mit Metastasen war in dieser Phase-III-Studie die orale Gabe von Paclitaxel plus Encequidar vs. intravenösem (i.v.) Paclitaxel mit überlegenerem Gesamtüberleben (OS), bestätigten Ansprechen und Ergebnissen zu Neuropathie assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Zugabe von Encequidar in Kombination mit einer oralen Gabe von Paclitaxel erleichtert die Absorption von Letzterem und vermeidet die hohen i.v.-bezogenen Konzentrationen, die möglicherweise mit Neuropathie assoziiert sind.
  • Eine orale Darreichungsform könnte die Barriere eines Zugangs zur Behandlung für Patientinnen verringern, die Schwierigkeiten damit haben, für eine Infusion in eine Klinik zu kommen.

Studiendesign

  • Phase-III-Studie mit 402 Patientinnen mit Brustkrebs mit Metastasen, die per Zufallsverfahren 2 : 1 einer Behandlung mit 205 mg/m2 oralem Paclitaxel plus Encequidar 3 Tage/Woche oder 175 mg/m2 i.v. Paclitaxel alle 3 Wochen zugewiesen wurden.
  • Primärer Endpunkt: bestätigtes Tumoransprechen
  • Finanzierung: Athenex

Wesentliche Ergebnisse

  • Das bestätigte Tumoransprechen in der Intention-to-Treat-Population lag bei 35,8 % mit oralem vs. 23,4 % mit i.v. Paclitaxel.
    • Differenz: 12,4 % (p = 0,011)
  • Bei Patientinnen mit verwendbaren Scans nach der Baseline ergab sich ein bestätigtes Ansprechen bei:
    • 50,3 % mit oraler Arzneimittelkombination vs. 29,6 % mit i.v. Verabreichung (p = 0,0005)
  • Eine orale vs. i.v. Verabreichung war mit einem überlegenen OS assoziiert: 27,9 vs. 16,9 Monate (p = 0,035)
  • Das progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 9,3 Monate mit einer oralen Kombination vs. 8,3 Monate mit einer i.v. Verabreichung (p = 0,077).
  • Neuropathie, orale Kombination vs. i.v.:
    • Insgesamt: 17 % vs. 57 %
    • Grad 3: 1 % vs. 8 %
  • Bei der oralen Verabreichung war die Inzidenz von Alopezie niedriger, aber niedriggradige gastrointestinale Ereignisse waren höher.

Einschränkungen

  • Ergebnisse wurden ohne Peer-Review auf einer Konferenz vorgestellt.
  • Eine Verblindung war an den klinischen Prüfzentren nicht möglich.