SABCS 2019 — Krebsresterkrankung nach neoadjuvanter Chemotherapie gibt Aufschluss über langfristiges Rezidiv


  • Emily Willingham, PhD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Die Krebsresterkrankung (RCB) nach einer neoadjuvanten Chemotherapie bei jeder Art von Brustkrebs ist laut dieser Metaanalyse ein akkurater Prädiktor für ein langfristiges Rezidiv und Überleben.
  • Dieser RCB-Index liefert für einige Subtypen eine akkurate Prognose für bis zu 10 Jahre, so die Autoren.

Warum das wichtig ist

  • Monozentrische Studien hatten eine RCB nach einer neoadjuvanten Chemotherapie als Prognosefaktor für verschiedene Krebssubtypen identifiziert, doch diese Studie fasst die Ergebnisse in einer Metaanalyse zusammen, die alle Subtypen abdeckt.
  • Die Informationen sind in vielen unterschiedlichen Praxissituationen von Nutzen, sagten die Autoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • HR(Hormonrezeptor)-positiver (HR+)/HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-negativer Brustkrebs:
    • ereignisfreies Überleben (EFS) von 91 % und 84 % nach 5 bzw. 10 Jahren
    • EFS von 10 Jahren nach RCB-Klassen I, II und III: 88 %, 71 % bzw. 52 %.
  • HR+/HER2+:
    • EFS von 94 % und 91 % nach 5 bzw. 10 Jahren
    • EFS von 10 Jahren nach RCB-Klassen I, II und III: 79 %, 65 % bzw. 42 %
  • HR-/HER2+:
    • EFS von 93 % und 90 % nach 5 bzw. 10 Jahren
    • EFS von 10 Jahren nach RCB-Klassen I, II und III: 84 %, 56 % bzw. 45 %
  • HR-/HER2-:
    • EFS von 92 % und 87 % nach 5 bzw. 10 Jahren
    • EFS von 10 Jahren nach RCB-Klassen I, II und III: 80 %, 63 % bzw. 24 %

Studiendesign

  • Metaanalyse umfasste Daten von 5.100 Patientinnen mit Brustkrebs an 12 Krebszentren.
  • Finanzierung: National Institutes of Health; andere Sponsoren

Einschränkungen

  • Die aus mehreren Einrichtungen stammenden Daten wurden nicht durch eine standardisierte Methode abgeleitet.
  • Ergebnisse wurden ohne Peer-Review auf einer Konferenz vorgestellt.