Rückgang der Anzahl gemeldeter Fälle von Tularämie in EU/EWR


  • Priscilla Lynch
  • Univadis Medical News
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Die Anzahl der gemeldeten Fälle der zoonotischen Tularämie hat laut einem neuen Bericht vom Europäischen Zentrum für die Kontrolle und die Prävention von Krankheiten (ECDC) signifikant abgenommen.

Die Daten für 2017 zeigen, dass 18 Länder in der Europäischen Union/dem Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) 447 Fälle meldeten, von denen 413 (92 %) bestätigt wurden.

Elf Länder (Zypern, Estland, Griechenland, Island, Irland, Lettland, Luxemburg, Malta, Portugal, Rumänien und das Vereinigte Königreich) meldeten keine Fälle. Auf zwei Länder, Norwegen und Schweden, entfielen 40 Prozent aller gemeldeten Fälle.

Die Gesamtanzeigerate 2017 betrug 0,1 Fälle pro 100.000 Einwohner (Männer-Frauen-Verhältnis von 2,1:1), was eine signifikante Abnahme gegenüber dem Vorjahr (0,2 Fälle pro 100.000 Einwohner; n = 1.096) darstellt.

Während sich die Zahl der gemeldeten Tularämie-Fälle im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 mehr als halbierte, variierten die Anzeigeraten bei den Mitgliedstaaten und über die Zeit, wie das ECDC anmerkte.

Dem ECDC nach sollten Ärzte achtsam in Bezug auf die verschiedenen klinischen Erscheinungsformen der Tularämie (oropharyngeale, glanduläre und ulzeroglanduläre, okuloglanduläre, pulmonale und typhoidale Form) sein und Tularämie bei jedem Fall von kulturnegativer Endokarditis als mögliche Diagnose in Betracht ziehen.

Die Aufnahme von kontaminiertem Wasser ist der Hauptübertragungsweg der Krankheit in Europa. In den endemischen Regionen der skandinavischen Länder wird Tularämie typischerweise durch Stechmückenstiche übertragen.