Robotergestützte Chirurgie vs. Laser-Mikrochirurgie bei Kehlkopfkrebs im Frühstadium

  • Hanna J & al.
  • Laryngoscope
  • 24.06.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine transorale roboterassistierte Operation (TORS) ist mit einem ähnlichen Resektionsrandstatus, dem erhöhten Bedarf für eine adjuvante Bestrahlung und einem ähnlichen Gesamtüberleben (OS) wie eine offene teilweise Operation bei Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom des Larynx (SCC) im Frühstadium (T1/2) assoziiert, wobei die transorale Lasermikrochirurgie (TLM) mit erhöhten Raten von positiven Resektionsrändern und einem erhöhten Bedarf für eine adjuvante Bestrahlung assoziiert ist.

Warum das wichtig ist

  • Es liegen nur begrenzt Daten zu den Ergebnissen mit einer TORS bei Kehlkopfkrebs vor, die zunehmend eingesetzt wird und das Potenzial für eine funktionale Erhaltung des Organs hat.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine TORS war mit einem ähnlichen positiven Resektionsrandstatus wie eine offene Operation assoziiert (OR: 1,18; 95 %-KI: 0,72–1,94).
    • Eine TLM war im Vergleich zur offenen Operation mit erhöhten Raten positiver Resektionsränder assoziiert (OR: 1,63; 95 %-KI: 1,12–2,38).
  • Eine TORS war mit einer ähnlichen Notwendigkeit für eine adjuvante Bestrahlung wie eine offene Operation assoziiert (OR: 1,56; 95 %-KI: 0,97–2,49).
    • Eine TLM war im Vergleich zur offenen Operation mit einer häufigeren Notwendigkeit für eine adjuvante Bestrahlung assoziiert (OR: 1,52; 95 %-KI: 1,04‒2,24).
  • Ein operativer Ansatz war nicht signifikant mit dem OS assoziiert (p = 0,37), obwohl die Studie nicht für eine Überlebensanalyse ausgelegt war.

Studiendesign

  • 1.780 Patienten mit einem SCC des Larynx im Stadium T1/2 aus der National Cancer Database, darunter 10,4 %, die mit einer TORS, 29,4 %, die mit offener Operation und 60,2 %, die mit einer TLM behandelt wurden, wurden eingeschlossen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie einer großen Datenbank.